Arbeiten in der Schweiz: Benötigt man dazu ein Visum?

Wer nicht aus einem EU-Land oder einem Staat des Schengen-Raums kommt und für ein paar Monate in der Schweiz arbeiten möchte, kann dies im Rahmen des Schengen-Visums tun. Was ist das für ein Visum? Das Schengen-Visum richtet sich an alle, die keine Staatsangehörige eines EU-Landes oder eines Landes aus dem Schengen-Raum sind. Dieses Visum bietet zumeist eine 90-tägige Aufenthaltserlaubnis im Schengen-Raum. Die Schweiz gehört zwar nicht zur EU, aber zum Schengen-Raum. Für Staatsangehörige aus Drittstaaten, die nur zwei oder knapp drei Monate arbeiten wollen, ist dies die beste Methode für das Arbeiten in der Schweiz.

Für längere Arbeit benötigen Staatsangehörige außerhalb des Schengen-Raums eine Arbeitsbe-willigung und diese ist schwieriger zu bekommen, da für das Arbeiten in der Schweiz Bürger aus EU-Ländern bevorzugt werden. Die Schweiz vergibt nur Arbeitsbewilligungen an Führungskräfte und Personen mit langjähriger Berufserfahrung, wenn sie aus Drittstaaten stammen. Es muss ausreichend bewiesen werden, dass es keine anderen Schweizer oder EU-Kandidaten für den Job gibt. Dies schließt ziemlich viele Menschen aus.

Arbeiten in der Schweiz: Schengen-Visum der Kategorie C

Wer aber zum Beispiel für ein zwei Monate Saisonarbeit in der Schweiz leisten möchte, beantragt ein Schengen-Visum der Kategorie C, das einen dazu berechtigt, sich bis zu 90 Tage in der Schweiz aufhalten zu dürfen. Für das Visum muss man gewährleisten, dass man sich die Reise auch leisten kann oder dass eine andere Person oder Institution die Kosten für den Aufenthalt übernimmt. Im Falle von Saisonarbeit oder Praktika könnte also ein Arbeitgeber eine Einladung für das Arbeiten in der Schweiz ausschreiben und darin gewährleisten, für Kost und Logis aufzukommen. Oder ein Verwandter oder Freund unterzeichnet diese Verpflichtungser-klärung und sorgt so die finanzielle Absicherung. Oder man hat selbst die Mittel und kann dies mit Kontoauszügen der vergangenen drei Monate belegen.

Wo beantragt man das Schengen-Visum?

Dies macht man bei der zuständigen Schweizer Vertretung in dem Land, in dem man sesshaft ist. In größeren Ländern wie Russland oder China vertrauen die Schweizer Partnern, die die Bearbei-tung der Visa-Anträge übernehmen und ihre Büros in den großen Städten haben.

Welche Unterlagen benötigt man für das Schengen-Visum?

Neben einem Antragsformular, das man online herunterladen kann und in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch ausfüllt, benötigt man noch einen gültigen Reisepass, der nicht älter als zehn Jahre alt ist und noch zwei leere Seiten für das Visum aufweisen kann. Dazu braucht man noch zwei biometrische Passfotos, den oben genannten Zahlungsbeleg, Nachweis der Unterkunft und Nachweis für die Hin-und Rückreise. Ganz wichtig ist eine Krankenversicherung für die ge-samte Reisedauer. Sie muss eine Mindestdeckungssumme von €30.000 aufweisen, damit medizi-nische Notfälle und mögliche Krankenhausaufenthalte finanziell abgesichert sind.

Wie viel kostet ein Visum für die Schweiz?

Für das Arbeiten in der Schweiz muss man also vorbereitet sein und in Vorleis-tung gehen. Die Kosten für ein Schengen-Visum der Kategorie C belaufen sich auf €60. Dazu kommen noch mögliche Bearbeitungskosten, wenn Sie einen der Visa-Zentren der Partner benut-zen. Die Schweiz warnt immer davor, dass man nur die offiziellen Partner für die Beschaffung des Visums nutzen sollte, denn es finden sich viele Betrüger rund um die Botschaften, Konsulate und Visa-Zentren. Wenn Sie alle Unterlagen beisammen haben, steht Ihrer Reise in die Schweiz nichts mehr im Wege. Die Bearbeitung kann zwischen vier Tagen und mehreren Wochen dauern, das hängt davon ab, ob Verpflichtungserklärungen überprüft werden müssen.