Studentenvisum für Deutschland: So klappt es!

Immer mehr junge Leute möchten in Deutschland studieren, andere möchten dort vielleicht nur einen Sprachkurs belegen.Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Land oder einem Land außerhalb des Schengen-Raum stammen, benötigen Sie dafür ein Visum. Bei diesem Studentenvisum für Deutschland kommt es auf die Länge des Aufenthaltes an. Beträgt er unter drei Monate, genügt ein Schengen-Visum, dauert er länger, beantragen Sie ein nationales Visum.

Schengen-Visum für Studenten

Wenn Sie möglicherweise nur einen Sprachkurs belegen wollen oder sich auf mehrwöchige Recherche begeben, reicht für Sie das Schengen-Visum. Man kann das Schengen-Visum schon drei Monate vor dem geplanten Aufenthalt beantragen. Sprachstudenten sollten sich ihr Visum für Deutschland so früh wie möglich besorgen, damit ihrem Studienaufenthalt nichts entgegensteht.

Studentenvisum: Nachweis über die finanziellen Mittel

Bei der Erteilung eines Visums ist es für das Land, in das Sie einreisen, immer sehr wichtig, dass Sie sich den Aufenthalt auch leisten können. Außerdem muss gewährleistet sein, dass Sie das Land auch wieder verlassen. Sie müssen vertrauenswürdig sein, also muss auch der Grund stimmen, warum Sie den Schengen-Raum besuchen. Wenn Ihre Reise Studienzwecken dient, sollten Sie ein Studentenvisum für Deutschland beantragen und nicht ein Tourismusvisum.

Deshalb ist es auch wichtig, dass Sie schon nachweisen können, wo Sie Ihren Sprachkurs belegen wollen oder Sie studieren wollen. Ein Schengen-Visum lässt sich nur mit außerordentlichen Gründe verlängern. Wenn Sie also länger als die drei Monate studieren wollen, sollten Sie das langfristige nationale Visum beantragen. Für das längerfristige Visum müssen Sie beweisen, dass Sie sich während des Jahres finanzieren können. Dafür müssen Sie ein Sperrkonto einrichten und darauf €10.236 überweisen. Sie dürfen dann monatlich €853 abheben.

Die Einrichtung eines Sperrkontos gilt für das längere Studentenvisum, das sich dann noch unterteilt in ein Studierendenvisum und ein Studienbewerbervisum, wenn Sie beispielsweise noch auf eine Zulassung warten oder Sie sich noch über die Studienmöglichkeiten in Deutschland informieren möchten. Für kurzfristige Aufenthalte gilt dann das Schengen-Visum.

Dokumente für Studenten-Visum in Deutschland

Neben dem Visumformular, das ordnungsgemäß ausgefüllt werden sollte, benötigen Sie noch folgende Dokumente:

1. Einen gültigen Pass, der noch drei Monate nach Verlassen von Deutschland gültig ist und mindestens noch zwei leere Seiten für das Visum aufweist

2. Zwei biometrische Passbilder

3. Eine Kopie der biometrischen Daten des Passes (Fingerabdrücke)

4. Krankenversicherung, die eine Mindestdeckung von €30.000 für medizinische Notfälle und Krankenhausaufenthalte verfügt

5. Beweis der Unterkunft, sei es Hotelbuchung oder Bestätigung von Verwandten oder Bekannten, dass diese Sie während der Zeit beherbergen

6. Bestätigung des Sprachkurses oder der Studienrecherche durch das entsprechende Institut

7. Beleg über die finanzielle Absicherung der Reise, sei es durch Sie selbst oder durch einen Sponsor (Kontoauszüge)

Wo beantragen Sie das Studentenvisum für Deutschland?

Ob Sie nun ein Schengen-Visum oder ein nationales Visum als Studentenvisum für Deutschland beantragen - Ihr Ansprechpartner bleiben die deutschen Auslandsvertretungen in Ihrem Land oder deren Partner. In Ländern wie Russland, China oder der Türkei arbeiten Partner mit den Auslandsvertretungen zusammen, um eine schnelle Abnahme der Anträge zu ermöglichen.

Für Ihren Visumantrag vereinbaren Sie einen Termin mit der jeweiligen Vertretung oder Partneragentur und bringen die nötigen Formulare mit. Die Bewilligung eines Studentenvisums für Deutschland dauert mehrere Wochen, manchmal länger, deshalb sollten Sie rechtzeitig einen Antrag stellen - für das Schengen-Visum können Sie dies schon drei Monate vor der gewünschten Abreise tun.

Zusätzlich sollten Sie sich über die benötigte Krankenversicherung informieren. AXA bietet unter anderem eine Low-Cost-Versicherung ab €0,99 pro Tag an, die die benötigte Mindestdeckungssumme vorweist und von allen Konsulaten und Botschaften anerkannt wird.