Besuchervisum: Deutschland verlangt ein Schengen-Visum

Wenn Sie nicht Bürger eines Staates im Schengen-Raum oder der EU sind und Familie, Freunde oder Bekannte in Deutschland besuchen möchten, benötigen Sie vor Ihrer Einreise ein Besuchervisum für Deutschland. Wenn Ihr Besuch maximal 90 Tage dauert, reicht dafür das Schengen-Visum aus. Zur Beantragung dieses Visums brauchen Sie auch eine Bestätigung der Sie einladenden Personen.

Besuchervisum Deutschland: Wo bekommen Sie es?

Wenn Sie eine Besuchsreise nach Deutschland planen, wenden Sie sich mit Ihrem Visumantrag an die zuständige Auslandsvertretung, also die deutsche Botschaft oder ein deutsches Konsulat, das Visaanträge entgegennimmt. Dabei sollten Sie jene Auslandsvertretung ansteuern, die für Ihren Wohnbezirk zuständig ist. Eine Liste sämtlicher deutscher Vertretungen finden Sie hier:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/uebersicht/199290

In manchen Staaten arbeitet die deutsche Botschaft auch mit externen Dienstleistern zusammen, die Anlaufstellen an weiteren Orten bieten. Achten Sie darauf, Ihren Visumantrag nur bei offiziell anerkannten Agenturen zu stellen – immer wieder versprechen Betrüger, gegen Bezahlung schnell zu einem Schengen-Visum zu verhelfen.

Die Beantragung eines Visums kostet €80 und für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren €40. Kinder unter 6 Jahren zahlen nichts. Nehmen Sie einen anerkannten Dienstleistungspartner in Anspruch, kommen dessen Gebühren dazu. Was ist noch erforderlich, um den Antrag zu stellen?

Besuchervisum für Deutschland beantragen

Folgende Unterlagen müssen Sie zusammen mit Ihrem ausgefüllten Visumantrag vorlegen:

Einen Reisepass, der nicht älter als zehn alt und noch mindestens drei Monate nach dem Ende der geplanten Reise gültig ist und der außerdem mindestens zwei leere Seiten für Ihr Visum hat

Zwei biometrische Passbilder

Nachweise zur beruflichen Tätigkeit

Ihren Reiseplan, gebuchte Flüge oder andere Tickets

Angaben zum Reisezweck

Eine Bestätigung Ihrer Unterkunft in Deutschland; wenn Sie einen Privatbesuch planen, brauchen Sie keine Hotelbuchung vorzulegen, aber ein Einladungsschreiben Ihrer Gastgeber sowie deren Adresse

Nachweise über Ihre Fähigkeit, für Ihre Reisekosten aufzukommen, beispielsweise durch Vorlage von aktuellen Kontoauszügen

Trägt Ihr Gastgeber die Kosten Ihrer Reise und Ihres Aufenthalts, ist dies ebenfalls mit geeigneten Dokumenten zu belegen und eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Person vorzulegen

Anträgen für Minderjährige, die nicht mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten reisen, sind außerdem die Geburtsurkunde, Belege zum Sorgerecht und eine schriftliche und von offizieller Stelle bestätigte Erklärung des Erziehungsberechtigten beizulegen, damit das Kind oder der Jugendliche reisen darf
Nachweis über eine Reisekrankenversicherung, die eine Mindestdeckungssumme von €30.000 aufweist und die in medizinischen Notfällen oder falls ein Rücktransport in Ihr Heimatland erforderlich wird, für die Kosten aufkommt. AXA bietet hierfür auch eine günstige Low-Cost-Versicherung an, die Ihnen schon ab €0,99 pro Tag den erforderlichen Schutz bietet.

Beachten Sie auch, dass für Ihren allerersten Visumantrag die Abnahme der Fingerabdrücke erforderlich ist und Sie Ihren Antrag daher nicht online stellen können. Liegen die Fingerabdrücke einmal vor, werden sie für die nächsten 5 Jahre gespeichert.

Stellen Sie Ihren Visumantrag möglichst rechtzeitig, damit Wartezeiten, Verzögerungen oder Nachfragen Ihren Reiseplänen keinen Strich durch die Rechnung machen. Dies können Sie schon drei Monate vor Ihrer geplanten Reise tun. Je sorgfältiger Sie Ihre Antragsunterlagen für Ihren Besuch bei Freunden oder Familie vorbereiten, desto reibungsloser klappt es mit dem Besuchervisum für Deutschland.